12.01.2013: Magdeburg Nazifrei!

Polizei stellt Tatverdächtige nach Anbringen von Aufklebern am Wahlkreisbüro

Polizei stellt Tatverdächtige nach Anbringen von Aufklebern am Wahlkreisbüro der Partei „DIE LINKE“

Nach dem Anbringen von mehreren Aufklebern an Scheiben des Wahlkreisbüros der Partei „Die LINKE“ in der Arnold-Zweig-Straße konnte die Polizei in der vergangenen Nacht zwei Tatverdächtige stellen. Die insgesamt 12 Aufkleber wiesen teilweise einen rechtsextremen Bezug auf. Nach Feststellung der Tat hatte die Polizei intensive Fahndungsmaßnahmen eingeleitet.

Beamte stellten wenig später zwei junge Männer im Alter von 18 und 23 Jahren fest. Bei der Durchsuchung dieser Personen fanden die Beamten u.a. eine geringe Menge Betäubungsmittel, einen Schlagring und zwei Ringe mit eingravierten Hakenkreuzen.

Ein am Wahlkreisbüro angesetzter Fährtensuchhund nahm eine Spur auf und lief bis zum Feststellungsort der beiden Personen. Gegen die jungen Männer wurden Verfahren wegen Verstoß gegen das Waffengesetz bzw. Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Verstoß gegen das Landesstraßengesetz eingeleitet.

Quelle: Magdeburger Nachrichten

Schlag gegen rechtsextremes Internet-Radio

Schwerpunkt in Sachsen-Anhalt Schlag gegen rechtsextremes Internet-Radio

Mit Hausdurchsuchungen in zahlreichen Bundesländern und in der Schweiz ist der Polizei ein Schlag gegen ein rechtsextremes Internet-Radio gelungen. Nach Angaben des Landeskriminalamtes in Magdeburg kam der 26-jährige Hauptbeschuldigte am Mittwoch in Untersuchungshaft.

Gegen die Beschuldigten wird wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt.

Gegen ihn und zehn weitere Beschuldigte, die Moderatoren gewesen sein sollen, wird wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Wie die Polizei weiter mitteilte, soll über das Internet-Radio zu gewalttätigen Übergriffen auf Ausländer und Juden aufgerufen und der Holocaust geleugnet worden sein. In Sachsen-Anhalt wurden vier Objekte durchsucht. Aber auch in Thüringen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Sachsen sowie in der Schweiz kam es zu weiteren zehn Durchsuchen von Wohnungen und Geschäftsräumen.

Nach Angaben der Polizei ist der 26-jährige Hauptverdächtige ein Deutscher, lebt allerdings in der Schweiz und soll seit Jahren der Verantwortliche des Internet-Radios sein. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen, er wurde in ein Gefängnis in Halle gebracht. Bei der Razzia stellten die Beamten Computer, Datenträger, schriftliche Unterlagen und rechtsextremes Propagandamaterial sicher. Wie die Ermittler weiter mitteilten, erfüllten die Kommentare der Moderatoren und die gespielte Musik fortwährend Straftatbestände, darunter Volksverhetzung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: MDR vom 18.07.2012

So erkennen Sie Neonazis

Sie sind menschenverachtend, extrem gewaltbereit und direkt unter uns: Neonazis. Jahrelang wurden sie von der Bevölkerung nur am Rande wahrgenommen, erst seit dem Bekanntwerden der Gräueltaten der Zwickauer Terrorzelle ist der öffentliche Aufschrei groß. Doch auch jetzt werden Neonazis oft nur dann bemerkt, wenn sie im Pulk auftauchen – glatzköpfig, dunkel gekleidet, mit Springerstiefeln und Bomberjacken.

Sicherlich, diese Neonazis gibt es noch. Doch viele Rechtsradikale verfolgen inzwischen eine andere Strategie und wollen ihre Gesinnung verbergen. Sie tragen unauffällige, meist sportliche Kleidung oder übernehmen Erkennungszeichen der linken Szene. Manche Neonazis tarnen sich als Tierschützer. Neonazis lassen sich anhand bestimmter Szene-Codes identifizieren. Hier die eindeutigsten Erkennungszeichen.

Mit freundlicher Unterstützung von www.netz-gegen-nazis.de

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„Blut muß fließen“ – ZDF Beitrag zur Doku über Rechtsrockkonzerte

In der Sendung aspekte vom 18.02.2012 gab es einen interessanten Beitrag zur angelaufenen Doku „Blut muß fließen“ zu sehen.

Der Film läuft vom 12.11. 2012 bis 16.11. 2012 in Sachsen-Anhalt.

Hier der Trailer:

Eine, der im Film erwähnten Nazibands, „Kategorie C – Hungrige Wölfe“, spielt am 11.08.2012 in Nienhagen bei Halberstadt. In Nienhagen stattfindende Konzerte werden mittlerweile ganz offen beworben, was so in anderen Bundesländern vollkommen unmöglich ist. Ein Problembewußtsein seitens der Ordnungsbehörde ist nicht zu erkennen. Es gibt dagegen u.a. einen Offenen Brief des Bündnis Magdeburg Nazifrei, in dem auch zur Absage, bzw. Verbot des Konzerts aufgefordert wird.